Qualitätssischerung – Unsere Prüfverfahren


Fertigungsbegleitende Prüfungen

Ein wichtiger Baustein bei der Qualitätssicherung bei B+T ist die digitale Überwachung sämtlicher Fertigungsprozesse. Die chemische Zusammensetzung der galvanischen Bäder wird zum Teil durch automatische Inline-Analyseverfahren bzw. hybride Onlinemessung Tag und Nacht überwacht, oder auch klassisch durch unser Fachpersonal im chemischen Labor. Das bedeutet, unsere Mitarbeiter aus Fertigung und Steuerung können während des laufenden Betriebs die Produktqualität überprüfen, bei Bedarf direkt eingreifen und dadurch die Ressourcen effizient und umweltschonend einsetzen. Darüber hinaus werden fertigungsbegleitend Härteprüfungen (HV oder magnetinduktiv) der beschichteten Teile durchgeführt oder auch Reibungswerte ermittelt.

Abschließende Prüfungen

Zu unseren Standards gehören zudem abschließende Kontroll-Prüfungen, um die Stabilität und Robustheit unserer Prozesse und deren Ergebnisse zu überprüfen. Neben Klima- und Umweltsimulationsprüfungen zum Nachweis der späteren Alltagstauglichkeit unserer Oberflächen zählt die optoelektronische Sortierprüfung mit anschließender Verpackung in Schlauchbeutel, Kartonage oder direkt in KLT zu unseren etablierten Prüfverfahren. Darüber hinaus führen wir auch Restschmutzanalysen im Rahmen der Anforderungen der technischen Sauberkeit durch.

Prüfungen als Dienstleistung (Lohnprüfungen)

Auch wenn Sie Ihre Teile nicht bei uns härten oder beschichten lassen, bieten wir Ihnen unser Know-how als Dienstleistung bei der Prüfung im chemischen und physikalischen Labor an.

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Reibwertprüfungen

Bei einer Schraubverbindung fließen nur 10% des aufgebrachten Drehmoments in die eigentlich gewünschte axiale Klemmkraft, während die restlichen 90% auf die Reibverluste fallen.

Durch diesen hohen Anteil der Reibungsverluste am Anziehmoment wird die Notwendigkeit einer möglichst genauen Einstellung der Reibungszahlen deutlich, um das Erreichen der gewünschten Klemmkraft sicherzustellen. Die Reibwerte hängen vom Schmierungszustand, der Oberflächenrauigkeit und der Flächenpressung ab. Die unterschiedlichen Gleitmittelbeschichtungen werden von uns in aufwändigen Tauch-Schleuderverfahren aufgebracht.

In unserem physikalischen Labor können wir mit zwei Universalprüfständen zum Messen von Drehmoment-Drehwinkel und Vorspannkräften z.B. bei Schrauben und Muttern die exakten Reibwerte für Kopf- und Gewindereibung für die fertigungsbegleitende Qualitätssicherung dokumentieren.

Für den Bereich Forschung & Entwicklung nutzen wir gemeinsam mit unseren Kunden die weiteren Möglichkeiten der Prüfstände, um neben der normalen Prüfung gemäß DIN 16047 auch den anwendungsnahen Verschraubungsfall gemäß den Richtlinien der VDA 235-101 zu simulieren. Dieser berücksichtigt mittels unterschiedlichen Kräften und Einschraubgeschwindigkeiten, sowie Mehrfachverschraubungen gegen Stahl, Aluminium oder KTL-beschichteten Prüfleisten alle möglichen Varianten einer Schraubverbindung nach dem Stand der Technik.

Härteprüfungen

Nach der Wärmebehandlung verifizieren und dokumentieren wir das Ergebnis durch die Härteprüfung nach dem Vickers-Prüfverfahren.

Neben dem klassischen Härteprüfverfahren setzen wir zusätzlich ein Prüfsystem zur manuellen magnetinduktiven zerstörungsfreien Prüfung ein. Basierend auf dem Wirbelstrom-Verfahren sind wir in der Lage im Rahmen der prozessbegleitenden Qualitätskontrolle frühzeitig Materialverwechslungen und falsche Wärmebehandlungszustände zu erkennen.



Vorteile:

  • hohe Prüfgeschwindigkeit

  • hohe Prüfleistung

  • 100% Prüfung möglich

  • hohe Reproduzierbarkeit

  • Dokumentation der Ergebnisse

  • Korrosionsprüfungen



















    In unserem Zentrum für Korrosionsprüfungen kommen modernste Anlagen zum Einsatz. Jahrzehntelange Realbedingungen in rostanfälligem Klima können hier in wenigen Wochen simuliert werden. Klimawechseltests und Salzsprühnebeltest nach verschiedenen Normen werden hier ebenso durchgeführt wie kombinierte Prüfmethoden, z. B. VDA 621-415 und Tests mit aggressiven Medien. Ob für Korrosionsuntersuchungen, chemische Analysen, Schadenfalluntersuchungen, Werkstoffprüfungen, zur Qualitätssicherung oder in der Entwicklung – unsere Labor-Ausstattung ist auf höchstem Niveau und kann auch für Lohnuntersuchungen genutzt werden.

    Tests (gemäß Norm)

  • Salzsprühnebeltest (DIN EN ISO 9227)

  • Kondenswassertest (DIN EN ISO 6270-2)

  • Korrosions-Klimawechseltest (VDA 621-415)

  • Kälte-Wärmeprüfung von -40° bis + 180°C bzw. 300°C

  • Werknormen von Daimler, BMW, VW (PV 1200/1209/1210)

  • und weitere...

    Schichtdickenprüfungen



















    Bei der Schichtdickenmessung in unserem physikalisch-chemischen Prüflabor vertrauen wir auf das Röntgenfluoreszenz-Spektroskop X-Ray XDLM von Fischer. Damit lassen sich automatisch und zerstörungsfrei die Schichtdicken unserer beschichteten Produkte in unterschiedlichster Größe und Form nach ISO 3497 und ASTM B 568 messen. Zur Qualitätssicherung werden kontinuierlich und zeitnah je 5 Teile einer Trommel oder eines Gestells nach dem Beschichtungsvorgang entnommen und gemessen. Der Auftrag kann erst dann über das Messprogramm abgemeldet werden, wenn die Teile sorgfältig geprüft und die Ergebnisse dokumentiert wurden.

    Vorteile:

  • präzise und zerstörungsfreie Schichtdickenmessung

  • vollautomatischer Tisch

  • für kleine, große sowie ebene und unebene Proben geeignet

  • für alle gängigen Beschichtungsarten (Zink, Zink/Nickel, Zinn/Zink, u.a.) geeignet

  • für alle gängigen Beschichtungsarten (Zink, Zink/Nickel, Zinn/Zink, u.a.) geeignet

  • Messung gemäß ISO 3497 und ASTM B 568

  • Restschmutzanalyse



















    Schmutzpartikel können bei der Bearbeitung der Produkte entstehen oder im Handling in der Logistik durch Verpackungen, Transportmittel etc. zugeführt werden und unentdeckt im weiteren Verarbeitungsprozess großen Schaden anrichten. Bei unserem Restschmutzanlayse-Verfahren handelt es sich um eine Standard-Sauberkeitsprüfung als indirektes Prüfverfahren mittels Extraktion, Analysefiltration, gravimetrischer Auswertung des Rückstandsgewichtes der gesamten Partikelmasse und lichtoptischer Analyse, gem. VDA 19 und 20. Unser Service umfasst neben der Auswertung auch die Dokumentation des Prüfprozesses. Dabei werden im laufenden Produktionsprozess Stichproben der gefertigten Teile auf Fremd-Partikel – ob metallische Teile oder Fasern – im Mikrometerbereich untersucht, sodass frühzeitig Verunreinigungen entdeckt und beseitigt werden können.

    Vorteile:

  • indirektes Prüfverfahren

  • gravimetrische Auswertung und lichtoptische Analyse

  • Auswertung und Dokumentation des Prüfprozesses

  • gemäß VDA 19 und 20

  • Werknormen von BMW, Bosch, VW und weitere





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