Forschung & Entwicklung

Neue Erkenntnisse der Grundlagenforschung und angewandten Forschung werden bei B+T systematisch genutzt, um bestehende und künftige technische Herausforderungen zu erkennen, praxisbezogene Lösungen zu finden und weiterzuentwickeln.

Von Industrie 4.0 zu Industrie 5.0: Der Mensch im Mittelpunkt

In den vergangenen Jahren war der Begriff Industrie 4.0 das Synonym für Digitalisierung und Automatisierung in der Industrie. Auch in der Oberflächentechnik hat diese Entwicklung Einzug gehalten, wenn auch etwas zeitversetzt im Vergleich zu anderen Branchen. Heute steht die nächste Stufe der industriellen Evolution im Fokus: Industrie 5.0.

Während Industrie 4.0 vor allem auf Effizienzsteigerung und Prozessautomatisierung abzielte, legt Industrie 5.0 den Schwerpunkt auf den Menschen, auf Nachhaltigkeit und auf eine verantwortungsvolle, resiliente und individualisierte Produktion. Sie versteht Technologie als Ergänzung menschlicher Fähigkeiten – nicht als Ersatz.

Für die B+T Unternehmensgruppe ist seit je her der Mensch das entscheidende Element im Produktionsprozess, nicht erst seit diesem Paradigmenwechsel. Technologie dient dazu, Arbeitsabläufe für die Menschen zu vereinfachen, nicht um sie aus dem Prozess zu verdrängen. Gleichzeitig verfolgt B+T das Ziel, Ressourcen effizient und umweltfreundlich zu nutzen, um ökologische Verantwortung mit wirtschaftlichem Erfolg zu verbinden.

Ein weiteres wichtiges Element von Industrie 5.0 ist die Resilienz, also die Fähigkeit, sich flexibel an veränderte Rahmenbedingungen und Krisen anzupassen. Für B+T bedeutet das, Lieferketten und Produktionsprozesse so zu gestalten, dass sie auch in Ausnahmesituationen stabil bleiben. Die Bedeutung dieses strategischen Handelns wurde spätestens mit Einbrüchen in der Lieferkette durch geopolitische Veränderungen deutlich. Zudem wird eine stärkere Personalisierung angestrebt: Statt standardisierter Massenware werden zunehmend kundenindividuelle Produkte hergestellt.

Industrie 5.0 geht somit über reine Effizienzsteigerung hinaus. Sie steht für eine menschenzentrierte, nachhaltige und zukunftsorientierte Industrie, in der technologische Innovation und soziale Verantwortung Hand in Hand gehen.

KI als Motor der industriellen Entwicklung

Die Künstliche Intelligenz ist der zentrale Treiber dieser neuen industriellen Phase. Sie ermöglicht Maschinen, Prozesse zu verstehen, Muster zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die bislang menschlichem Denken vorbehalten waren. Unter KI versteht man die Simulation menschlicher Intelligenz durch Maschinen – insbesondere durch Computersysteme, die Methoden wie maschinelles Lernen, neuronale Netze, Sprachverarbeitung oder Bildanalyse einsetzen.

Das Hauptziel des Einsatzes von KI bei B+T liegt in der Automatisierung von Aufgaben, die bisher menschliche Intelligenz erforderten. Dadurch können Effizienz und Genauigkeit in vielen Anwendungsbereichen erheblich gesteigert werden. Ein weiterer Vorteil ist die Reduktion des CO₂-Fußabdrucks, da durch datenbasierte Prozessoptimierung Energie und Ressourcen eingespart werden können.

B+T sieht die KI nicht als Selbstzweck, sondern als Werkzeug zur Verbesserung der Produktionsqualität, Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Sie war der logische Folgeschritt im Digitalisierungsprozess und konnte bewältigt werden, weil bereits eine eigene IT mit entsprechenden Ressourcen im Haus vorhanden war. Sie wurden um weitere Server erweitert und mit Onboarding eines Data Scientist Ende 2024 verstärkt.


Forschungsprojekte

In Zusammenarbeit mit renommierten Partnern wie dem Fraunhofer-Institut, der TU Braunschweig, der TU Chemnitz und Fachbetrieben entstehen so immer wieder Innovationen, die neue Standards in Sachen Verschleiß- und Korrosionsschutz bei Oberflächen setzen.


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